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	<title>Dervanil &#187; An Elbe und Alster</title>
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	<description>Raum. Für Notizen.</description>
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		<title>Eigentlich habe ich gar keine Zeit.</title>
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		<pubDate>Thu, 20 Jan 2011 10:46:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dervanil</dc:creator>
				<category><![CDATA[An Elbe und Alster]]></category>
		<category><![CDATA[sex, signs and politics]]></category>

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		<description><![CDATA[Eigentlich habe ich gar keine Zeit. Das war mein erster Gedanke, als ich von den Neuwahl-Pl&#228;nen in Hamburg h&#246;rte. Ich sass gerade beim Fr&#252;htst&#252;ck mit einem Freund und die Tickermeldung poppte einfach so aus heiterem Himmel auf meinem iPhone auf. Inzwischen sind schon wieder ein paar Wochen ins Land gegangen, und an den Plakaten kann [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich habe ich gar keine Zeit. Das war mein erster Gedanke, als ich von den Neuwahl-Pl&#228;nen in Hamburg h&#246;rte. Ich sass gerade beim Fr&#252;htst&#252;ck mit einem Freund und die Tickermeldung poppte einfach so aus heiterem Himmel auf meinem iPhone auf.</p>
<p>Inzwischen sind schon wieder ein paar Wochen ins Land gegangen, und an den Plakaten kann man schon sehen: Es ist Wahlkampf. Und aus irgendwinem Grund bin ich wieder mittendrin gelandet. Naja, nicht mittendrin. Aber ganz komme ich auch nicht dran vorbei. Ich bin sogar auf der gr&#252;nen Landeslsite gelandet. &#8220;Nur&#8221; Platz 30, aber immerhin. Und bei dem neuen Hamburger Wahlrecht gibt es auf jeden Fall eine Chance, auch auf den hinteren Pl&#228;tzen. Es m&#252;ssen sich nur genug Menschen finden, die dort unten hinter meinem Namen ihre f&#252;nf Kreuze machen. <img src='http://www.dervanil.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Ich werden mal zusehen, was ich hier dann alles noch zum Wahlkmapf schreiben werde, aber generell sollte hier mal wieder mehr von mir stehen! Auf geht&#8217;s!</p>]]></content:encoded>
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		<title>Von Moorburg getrieben</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Sep 2008 11:43:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dervanil</dc:creator>
				<category><![CDATA[An Elbe und Alster]]></category>
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		<description><![CDATA[Am n&#228;chsten Dienstag wir es endlich Klarheit geben. Zumindest was die Frage angeht, ob und wenn ja wie das Kohlekraftwerk Moorburg genehmigt wird. Momentan bringt die Debatte &#252;ber die schwarz-gr&#252;ne Koalition ja immer mehr verwunderliche Z&#252;ge hervor. Nach der Verk&#252;ndung sind auf jeden Fall einmal die Rahmendaten klar. Im Wahlkampf aber auch w&#228;hrend der Koalitionsverhandlungen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am n&#228;chsten Dienstag wir es endlich Klarheit geben. Zumindest was die Frage angeht, ob und wenn ja wie das Kohlekraftwerk Moorburg genehmigt wird. Momentan bringt die Debatte &#252;ber die schwarz-gr&#252;ne Koalition ja immer mehr verwunderliche Z&#252;ge hervor. Nach der Verk&#252;ndung sind auf jeden Fall einmal die Rahmendaten klar.</p>
<p>Im Wahlkampf aber auch w&#228;hrend der Koalitionsverhandlungen war die Verhinderung der &#8220;CO2-Schleuder&#8221; in Moorburg ein zentrales gr&#252;nes Anliegen, nicht zuletzt auf Grund der rechtlichen Einsch&#228;tzung des Genehmigungsverfahrens durch den Umweltjuristen und damaligen Fraktionsvize Christian Maa&#223;. Der jetzige Umweltstaatsrat hat sich noch im Wahlkampf in einer <a href="http://www.gal-fraktion.de/cms/presse/dok/219/219215.kraftwerk_moorburg_genehmigungsantrag_ab.html" target="_blank" target="_blank">Pressemitteilung</a> unter dem Motto &#8220;Kraftwerk Moorburg: Genehmigungsantrag ‚ABGELEHNT’!&#8221; mit den folgenden Worten zitieren lassen:</p>
<p style="padding-left: 30px;">&#8220;Es gibt ausreichend rechtliche M&#246;glichkeiten, das Kraftwerk noch zu stoppen. Wir werden diese Mittel vollst&#228;ndig aussch&#246;pfen, sollten wir nach der Wahl mitregieren.&#8221;</p>
<p>Inzwischen ist klar, dass diese Einsch&#228;tzung zu einfach war und Teile der Argumentation auch nicht vom Hamburger Oberverwaltungsgericht geteilt werden. (Jaja, hinterher ist man immer schlauer) F&#252;r das (hoffentlich nicht gut informierte) Abendblatt steht schon fest, dass es nur noch um die m&#246;glichen Auflagen ginge, aber die Genehmigung auf jeden Fall erteilt werden m&#252;ssen. Und erste Gr&#252;ne fordern das Ende der Koalition, sollte das Kraftwerk genehmigt werden.</p>
<p>Selbst der Landesvorstand hat sich von diesen Forderungen treiben lassen. Die Vorsitzende Katharina Fegebank sagt in der <a href="http://www.welt.de/hamburg/article2493000/Countdown-zum-Schicksalstag-von-Schwarz-Gruen.html" target="_blank" target="_blank">Welt</a>: &#8220;Aber ich sehe ebenso wie die anderen Vorstandsmitglieder nat&#252;rlich die Notwendigkeit, diese Koalition neu zu legitimieren.&#8221; Und im Rahmen der Information &#252;ber eine im Genehmigunsfall stattfindende Landesmitgliederversammlung heisst es sogar: &#8220;Dann m&#252;sste neu &#252;ber die schwarz-gr&#252;ne Koalition abgestimmt werden.&#8221;</p>
<p>Diese Positionen kann ich nicht nachvollziehen. Denn formal wird der Koalitionsvertrag durch eine Genehmigung nicht tangiert. Dort heisst es nur, die fachliche Beh&#246;rde entschiedet rechtlich dar&#252;ber. Ich sehe desahlb keinen Grund, die Koalition &#8220;neu zu legetimieren&#8221;. Nat&#252;rlich braucht es eine offene Debatte &#252;ber die Bewertung und m&#246;gliche Konsequenzen. Aber hier signalisiert der Landesvorstand ja schon, dass eine Genehmigung gegen &#8220;den Geist des Koalitionsvertrages&#8221; verstossen w&#252;rden.</p>
<p>Ein Ausstieg aus der Koalition, weil sich etwas nicht umsetzen liess, dass so gar nicht im Kolitionsvertrag steht, geht mir gegen den Strich. Es gibt berechtigte Fragen, was unsere gr&#252;ne Glaubw&#252;rdigkeit angeht. Und ob wir uns nicht mit der deutlichen Zuspitzung der Moorburg-Genehmigung im Wahlkampf ein Problem selber geschaffen haben. Und auch eine ehrliche Bewertung der Alternativen. Denn was w&#252;rde man durch ein Ende der Koalition wirklich gewinnen? In welchen Bereichen w&#252;rden dann andere wichtige gr&#252;ne Projekte auf der Strecke bleiben? Und w&#228;re rot-rot-gr&#252;n wirklich so wahrscheinlich, oder g&#228;be es eher eine grosse Koalition?</p>
<p>Der Landesvorstand soll hier auf jeden Fall die Debatte suchen, mit dem angesetzten Mitgliederabend und der potentielle Landesmitgliederversammlung. Aber wenn der Landesvorstand selber schon die Koalition nicht auf Grund inhaltlicher Argumente, sondern wegen einem vertragsgem&#228;sses Verhalten in Frage stellt, habe ich ein Problem damit. Anscheinend ist hier die &#8220;gr&#252;ne Seele&#8221; wichtiger, als in dieser Stadt weiterhin Gestaltungsmacht zu haben.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Moorburg, Moorburg, Moorburg</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Sep 2008 09:39:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dervanil</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In meinem letzten Beitrag vor meiner kleinen Blogpause habe ich zum Thema Moorburg noch geschrieben &#8220;Na, das wird ja noch spannend.&#8220;. Und damit sollte ich recht behalten. Ende September soll die Entscheidung der Umweltbeh&#246;rde fallen, ob und wenn ja wie das Kohlekraftwerk in Moorburg genehmigt wird. Das ist nicht mehr lange hin, und man merkt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In meinem letzten Beitrag vor meiner kleinen Blogpause habe ich zum Thema Moorburg noch geschrieben &#8220;<a href="http://www.dervanil.de/blog/2008/06/04/gutachtenschlacht-um-moorburg/" target="_blank" target="_blank" target="_blank">Na, das wird ja noch spannend.</a>&#8220;. Und damit sollte ich recht behalten. Ende September soll die Entscheidung der Umweltbeh&#246;rde fallen, ob und wenn ja wie das Kohlekraftwerk in Moorburg genehmigt wird. Das ist nicht mehr lange hin, und man merkt die steigende Anspannung. Sowohl in der Presse, als auch bei den Gr&#252;nen.</p>
<p>F&#252;r das Abendblatt ist die Geschichte im Prinzip schon gelaufen. Es geht nicht mehr darum, ob die CO2-Schleuder genehmigt wird, sondern nur noch unter welchen Auflagen. Besonders lustig finde ich pers&#246;nlich die Idee, dass Kraftwerk nur mit verringerter Leistung zu betreiben, um den CO2 Ausstoss auf den einen Gaskraftwerkes zu begrenzen. H&#246;rt sich erst mal gut an. Allerdings ver&#228;ndert eine solche Reduktion ja nicht den Wirkungsgrad des Kraftwerkes. Der grosse Vorteil eines Gaskraftwerkes ist ja gerade, dass pro Tonne CO2 mehr Energie genutzt werden kann als bei einem Kohlekraftwerk. Das Kohlekraftwerk wird dadurch also nicht &#8220;sauberer&#8221;, sondern nur etwas &#8220;kleiner&#8221;. Mit Energieffizienz oder einem sparsamen Ressourceneinsatz hat das absolut nichts zu tun. Kein Wunder also, dass diese Idee nicht mit Begeisterung aufgegriffen wurde.</p>
<p>Aber auch auf Gr&#252;ner Seite wird das ganze Verfahren sehr kritisch gesehen. Erschwerend kommt hinzu, dass die zust&#228;ndige Beh&#246;rde nat&#252;rlich keine Aussagen zum Stand des Verfahrens machen kann, oder zu der aktuellen Wahrscheinlichkeit der einzelnen L&#246;sungen. Zusammen mit dem Presseecho auf die Aussagen im Abendblatt sorgt dieses nat&#252;rlich f&#252;r erhebliche Verunsicherung. Es wird zwar von einer &#8220;professionellen Ruhe&#8221; gesprochen, vom &#8220;Abwarten&#8221; und nicht &#8220;&#252;ber ungelegte Eier&#8221; diskutieren wollen. Aber sobald die Entscheidung auf dem Tisch liegt, wird die Diskussion beginnen. Nicht zuletzt auf dem extra daf&#252;r anberaumten Mitgliederabend.</p>
<p>Wird eine m&#246;gliche Genemigung von Moorburg die Koalition sprengen? Diese Frage geistert momentan mehr oder weniger offen durch viele Gespr&#228;che. Und die Abw&#228;gung der unterschiedlichen Vor- und Nachteile. Sollte das Kraftwerk genehmigt werden, k&#246;nnen wir Gr&#252;nen nur verlieren. Egal wie die Entscheidung zur Koalition ausgeht, egal welche Gr&#252;nde man f&#252;r den Verbleib in der Koalition oder den Austritt daraus anf&#252;hrt. Meine pers&#246;nliche Meinungsbildung ist noch nicht abgeschlossen, aber das werde ich hier demn&#228;chst einmal ausw&#228;lzen.</p>
<p>&#8220;<span class="content">M&#246;gest du in interessanten Zeiten leben.&#8221;<br />
</span></p>]]></content:encoded>
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		<title>Gutachtenschlacht um Moorburg</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Jun 2008 13:15:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dervanil</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eine neue Runde im Verfahren um das Kohlekraftwerk Moorburg ist eingeleitet. Der Stromkonzern Vattenfall hat ein Gutachten vorgelegt, um seinen Anspruch auf den Bau des umstrittenen Kraftwerkes zu untermauern. Auf den Seiten des NDR wird der Vorstand Hans-J&#252;rgen Cramer mit den Worten &#8220;Wir wollen keinen Rechtsstreit, wir wollen keinen Schadenersatz, wir wollen das Kraftwerk und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine neue Runde im Verfahren um das Kohlekraftwerk Moorburg ist eingeleitet. Der Stromkonzern Vattenfall hat ein Gutachten vorgelegt, um seinen Anspruch auf den Bau des umstrittenen Kraftwerkes zu untermauern. Auf den <a href="http://www1.ndr.de/nachrichten/hamburg/moorburg100.html" target="_blank" target="_blank">Seiten des NDR</a> wird der Vorstand Hans-J&#252;rgen Cramer mit den Worten &#8220;Wir wollen keinen Rechtsstreit, wir wollen keinen Schadenersatz, wir wollen das Kraftwerk und wir werden es bauen&#8221; zitiert. Das Gutachten belege den Anspruch des Stromkonzerns auf eine Genehmigung.</p>
<p>Inzwischen hat sich auch die Beh&#246;rde f&#252;r Stadtentwicklung und Umwelt zu dem Sachverhalt ge&#228;u&#223;ert. Fast ein wenig schnippisch heisst es in der <a href="http://fhh.hamburg.de/stadt/Aktuell/pressemeldungen/2008/juni/04/2008-06-04-bsu-moorburg.html" target="_blank" target="_blank">Erkl&#228;rung des Pressesprechers</a>: &#8220;In Hamburg werden Genehmigungsantr&#228;ge nicht vom Antragsteller, sondern aus gutem Grund von einer unabh&#228;ngigen Genehmigungsbeh&#246;rde gepr&#252;ft und einer z&#252;gigen Entscheidung zugef&#252;hrt.&#8221; </p>
<p>Besonders pikant: Anscheinend hat auch der Stromkonzern seine Hausaufgaben nicht gemacht, denn es fehlen noch f&#252;r das Genehmigungsverfahren notwendige Unterlagen. &#8220;Es fehlen z. B. noch Unterlagen im Zusammenhang mit der geplanten K&#252;hlwasser-Anlage, deren Vorlage Vattenfall zugesichert hat. Eine entsprechende formelle Aufforderung zur Vorlage der Unterlagen ist auf dem Weg in das Unternehmen.&#8221;</p>
<p>Und wenn die Gegenseite gro&#223;e Anwaltskanzleien auff&#228;hrt, kann das eine Hamburger Beh&#246;rde auch. So schliesst die Mitteilung mit dem folgenden Satz: &#8220;Die BSU wird in diesem Zusammenhang von der renommierten Kieler Kanzlei Weissleder &amp; Ewer beraten.<strong>&#8220;</strong></p>
<p>Na, das wird ja noch spannend.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Komisches Demokratieverst&#228;ndnis</title>
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		<pubDate>Fri, 23 May 2008 06:47:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dervanil</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das offenbart sich momentan bei der Sch&#252;ler Union. Zumindest wenn man im heutigen Abendblatt (und taz: ausf&#252;hrlicher und mit Reaktionen) die Forderung liesst, die Linkspartei sollte verboten werden. Ich bin kein Freund der aktuellen populistischen Politik dieser Partei, aber als Verfassungsfeindlich ist sie nur schwer einzusch&#228;tzen. Schon die Debatte in der letzten Zeit um die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das offenbart sich momentan bei der Sch&#252;ler Union. Zumindest wenn man im heutigen <a href="http://www.abendblatt.de/daten/2008/05/23/884731.html" target="_blank" target="_blank">Abendblatt</a> (und <a href="http://www.taz.de/regional/nord/hamburg/artikel/?dig=2008%2F05%2F23%2Fa0032&amp;cHash=17e7a3a3e8" target="_blank" target="_blank">taz</a>: ausf&#252;hrlicher und mit Reaktionen) die Forderung liesst, die Linkspartei sollte verboten werden. Ich bin kein Freund der aktuellen populistischen Politik dieser Partei, aber als Verfassungsfeindlich ist sie nur schwer einzusch&#228;tzen. Schon die Debatte in der letzten Zeit um die &#220;berwachung der Linkspartei durch den Verfassungsschutz hat gezeigt, wie gering der Anteil der extremen Mitglieder ist.</p>
<p>Nat&#252;rlich muss sich eine Partei damit auseinander setzen, wenn ein Teil ihrer Mitglieder extreme Ansichten hat. Da muss auch die Linke noch mehr Initiative ergreifen und nicht wegen jeder einzelnen Stimme mit offenen Listen auch noch KPDler und anderen den Einzug in die Parlamente erm&#246;glichen. Aber das verbieten einer Partei ist ein sehr harter Schritt, der in einer Demokratie zwar passieren kann, aber nicht passieren soll.</p>
<p>Ganz allgemein: Wenn eine Partei mit einer bestimmte Ansicht viel Zustimmung bei Wahlen erh&#228;lt, kann das vieles bedeuten. Von einem sympathischen Kandidaten (oder Kandidatin) &#252;ber die richtigen Inhalte, eine gute Kampagne bis zu polemischen Forderungen. Gerade letzteres ist ja oft unter dem Stichwort &#8220;Protestpartei&#8221; in der letzten Zeit passiert. Sowohl in Richtung Linke als auch in Richtung rechter Rand. Hier setzte ein Verbot einer Partei zwar an den aktuellen Folgen an, das grunds&#228;tzliche Problem jedoch wird damit nicht behoben.</p>
<p>Statt ein Verbot zu fordern sollte die Sch&#252;ler Union sich einmal Fragen, warum so viele Menschen auf einmal Links w&#228;hlen. Und welche Politik diese Menschen wirklich wollen. Vielleicht w&#252;rden ja auch schon glaubw&#252;rdige Jugendorganisationen dazu beitragen. Wenn die Sch&#252;ler Union den Sohn eines DVU-B&#252;rgerschaftskandidaten, der aus seiner rechten Einstellung keinen Hehl macht, in einen Kreisvorstand w&#228;hlt, wenn die Junge Union einen Kreisvorsitzenden hatte, der nach rassistischen Ausf&#228;llen sein Amt verlor, dann sollte man ganz vorsichtig sein, Verbotsforderungen auf Grund von Extremismus zu &#228;ussern. </p>]]></content:encoded>
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		<title>Hamburg ist bunt</title>
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		<pubDate>Wed, 21 May 2008 12:10:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dervanil</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zumindest was die politischen Koalitionen angeht, ist Hamburg inzwischen eine sehr bunte Landschaft geworden. Nach der Wahl im Februar haben die unterschiedlichen Mehrheitsverh&#228;ltnisse neu B&#252;ndnisse n&#246;tig gemacht. In der letzten Legislatur gab es nur zwei schwarz-gr&#252;ne B&#252;ndnisse, in Harburg und in Altona. Beide k&#246;nnen und wollen auch in dieser Legislatur weiter machen. In sofern haben [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zumindest was die politischen Koalitionen angeht, ist Hamburg inzwischen eine sehr bunte Landschaft geworden. Nach der Wahl im Februar haben die unterschiedlichen Mehrheitsverh&#228;ltnisse neu B&#252;ndnisse n&#246;tig gemacht. In der letzten Legislatur gab es nur zwei schwarz-gr&#252;ne B&#252;ndnisse, in Harburg und in Altona. Beide k&#246;nnen und wollen auch in dieser Legislatur weiter machen. In sofern haben diese beiden Koalitionen auch den Weg f&#252;r die schwarz-gr&#252;ne Koalition auf Landeseben bereitet.</p>
<p>Im Bezirk Mitte soll die rot-gr&#252;ne Koalition weiter fortgef&#252;hrt werden, der Koalitionsvertrag ist ausgehandelt und von beiden Partner <a href="http://www.gal-mitte.de/cms/artikel/rot_grun_mitte_soll_fortgesetzt_werden" target="_blank" target="_blank">beschlossen</a>. Mitte ist auch der einzige Bezirk, in dem diese Konstellation eine Mehrheit hat. In Eismb&#252;ttel wird gerade &#252;ber ein rot-gr&#252;nes Kernb&#252;ndnis verhandelt, dem aber in der Bezirksversammlung eine Stimme zur Mehrheit fehlt. Hier wird mit der FDP und den Linken sondiert, wie eine Zusammenarbeit aussehen kann.</p>
<p>Im Bezirk Nord dagegen wurde von gr&#252;ner Seite mit beiden gro&#223;en Parteien gesprochen. Allerdings hat sich die CDU hier wesentlich offener f&#252;r Gr&#252;ne Inhalte gezeigt, so dass auch hier schwarz-gr&#252;ne Verhandlungen laufen. Besonders strittiger Punkt in den Verhandlungen ist immer die Wahl des Bezirksamtsleiter, eine der wichtigsten M&#246;glichkeiten die Politik im Bezirk auf die n&#228;chsten Jahre zu pr&#228;gen. Der Bezirksamtsleiter ist Verwaltungschef und fungiert im Prinzip auch als eine Art Bezirksb&#252;rgermeister. Ein wichtige gr&#252;ne Forderung ist, dass dieser Posten durch eine Ausschreibung besetzt wird, bei der weniger das Parteibuch der Bewerbenden als die fachliche Qualifikation eine Verwaltung zu f&#252;hren im Mittelpunkt steht. Anscheinend hat die CDU in Nord hier mehr Spielraum f&#252;r eine solche L&#246;sung gezeigt, w&#228;hrend die SPD auf ihren Erbh&#246;fen bestehen wollte.</p>
<p>&#196;rgerlich aus Gr&#252;ner Sicht hingegen ist Wandsbek. Durch das Wahlergebnis war die CDU gezwungen, sich einen Partner zu suchen. Es gab auch Gespr&#228;che zwischen gr&#252;n und schwarz. Als jedoch Vasco Schultz mit seinem Mandat zur Linken gewechselt ist, wurden diese von der CDU beendet. Damit wird Wandsbek jetzt wohl <a href="http://www.abendblatt.de/daten/2008/05/21/883654.html" target="_blank" target="_blank">schwarz-gelb regiert</a> werden. Und schon in den ersten Statements sieht man, wo das hin geht. Die neuen Partner h&#228;tten &#8220;entkrampfteres Verh&#228;ltnis zu neuen Bauvorhaben&#8221;. Also bauen gegen B&#252;rgerwillen, zumindest w&#252;rde das Christiane Bl&#246;meke wohl so sehen, die wegen einem zu nicht verhindernden Bauvorhaben schon &#252;ber eine R&#252;ckgabe ihres Mandates nachgedacht hat.</p>
<p>Achja, Bergedorf gibt es auch noch, allerdings habe ich leider keine Infos finden k&#246;nnen, welche Konstellation hier gebildet wird. Die CDU ist zwar st&#228;rkste Kraft, aber alleine reicht es nicht. </p>
<p>Aber wie man sieht, es gibt unterschiedliche Konstellationen, je nachdem welche &#220;bereinstimmungen sich inhaltlich, oder manchmal auch personell Ergeben. Damit k&#246;nnte es zusammen mit der schwarz-gr&#252;nen Koalition im Rathaus tats&#228;chlich zu einer &#220;berwindung des Lagerdenkens kommen. Die wirklichen folgen wird man aber erst mit der Zeit und den n&#228;chsten Wahlen in Bund und L&#228;ndern sehen. </p>]]></content:encoded>
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		<title>Schwarz-Gr&#252;n in Amt und W&#252;rden</title>
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		<pubDate>Wed, 07 May 2008 14:31:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dervanil</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nachdem sowohl die GAL auf einer Mitgliederversammlung als auch die CDU auf einem Landesausschuss (kleiner Parteitag) f&#252;r den Koalitionsvertrag gestimmt haben, wurde heute Ole von Beust als erster B&#252;rgermeister Hamburgs wiedergew&#228;hlt. Mit 69 Ja-Stimmen, einer mehr als CDU und GAL zusammen haben. Ob diese Stimme von der Linken kam oder von der SPD wird sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem sowohl die GAL auf einer Mitgliederversammlung als auch die CDU auf einem Landesausschuss (kleiner Parteitag) f&#252;r den Koalitionsvertrag gestimmt haben, wurde heute Ole von Beust als erster B&#252;rgermeister Hamburgs wiedergew&#228;hlt. Mit 69 Ja-Stimmen, einer mehr als CDU und GAL zusammen haben. Ob diese Stimme von der Linken kam oder von der SPD wird sich wohl nicht kl&#228;ren lassen.</p>
<p>Bei der Best&#228;tigung der Senatorinnen und Senatoren sind jedoch nur 67 Ja-Stimmen zusammen gekommen. Hier hat also jemand aus den Reihen der Koalition gegen den Personalvorschlag gestimmt. Bei 61 n&#246;tigen Stimmen f&#252;r eine Mehrheit in der B&#252;rgerschaft also noch deutlich, aber &#228;rgerlich.</p>
<p>Die Koalition kann jetzt also die Arbeit aufnehmen. Und genug zu tun gibt es ja auch schon. Denn wie es auf der gr&#252;nen Mitgliederversammlung hiess: &#8220;Wir haben eine Legislatur Zeit, aus denn &#8220;soll&#8221;s des Vertrages ein &#8220;ist&#8221; zu machen. Und da wird es bestimmt noch genug Steine und andere Stolperstellen geben. Die n&#228;chsten vier Jahre werden also spannend bleiben. </p>
<p>Aber ich bin froh, dass Justiz-, Schul- und die kombinierte Stadtentwicklungs- und Umweltbeh&#246;rde jetzt mit gr&#252;ner Hand gef&#252;hrt werden. </p>]]></content:encoded>
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		<title>Morgen geht es um die entscheidende Frage!</title>
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		<pubDate>Sat, 26 Apr 2008 08:34:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dervanil</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Morgen ist es nun soweit. Auf einer Mitgliederversammlung wollen wir Hamburger Gr&#252;ne dar&#252;ber diskutieren und beschliessen, ob wir auf Grund des vorliegenden Koalitionsvertrages vier Jahre gemeinsam mit der CDU versuchen wollen, Hamburg voran zu bringen. Mancher sieht hier schon neue Optionen f&#252;r die Gr&#252;nen bundesweit, aber so weit w&#252;rde ich nicht gehen wollen. Denn mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Morgen ist es nun soweit. Auf einer Mitgliederversammlung wollen wir Hamburger Gr&#252;ne dar&#252;ber diskutieren und beschliessen, ob wir auf Grund des vorliegenden <a href="http://www.hamburg.gruene.de/cms/default/dokbin/229/229457.koalitionsvertrag.pdf" target="_blank" target="_blank">Koalitionsvertrages</a> vier Jahre gemeinsam mit der CDU versuchen wollen, Hamburg voran zu bringen. Mancher sieht hier schon neue Optionen f&#252;r die Gr&#252;nen bundesweit, aber so weit w&#252;rde ich nicht gehen wollen. Denn mit Ole von Beust ist die Hamburger CDu anders aufgestellt als beispielsweise die CDU in Hessen. Auch G&#252;nther &#214;ttinger in Baden-W&#252;rttemberg hatte ja schon einmal diese Chance, sich dann aber doch auf das &#8220;klassische&#8221; schwarz-gelbe B&#252;ndnis zur&#252;ck gezogen. Und in einem Stadtstaat gibt es andere thematische Gewichtungen als in einem Fl&#228;chenland, von der Bundesebene ganz zu schweigen, die inhaltliche Kompromisse schwer machen.</p>
<p>Aber zur&#252;ck zu morgen. Die Debatte um die Verhandlungsergebnisse wird wohl spannend werden und kann auch l&#228;nger dauern. Da sich viele f&#252;r die Debatte interessieren wird es die <a href="http://www.henningschuerig.de/blog/2008/04/26/sonntag-gruene-hamburg-uebertragen-live-im-netz/" target="_blank" target="_blank">Mitgliederversammlung auch Live im Internet</a> geben. Ich war gestern vor Ort und habe das prinzipiell schon einmal getestet. Heute Abend wird dann auch die richtige Technik aufgebaut, deren Videosignal ich mir dann schnappen kann. Mit Hilfe von <a href="http://www.mogulus.com/gal_hamburg" target="_blank" target="_blank">mogulus.com</a> kann dann jeder die pro und contra Argumente nachvollziehen. (<a href="http://www.henningschuerig.de/blog/2008/04/26/sonntag-gruene-hamburg-uebertragen-live-im-netz/" target="_blank" target="_blank">Henning</a> hat das schon gesehen und findet die Idee gut.)</p>
<p>Nat&#252;rlich werde ich nebenbei auch wieder aktuelle Eindr&#252;cke per <a href="http://twitter.com/dervanil" target="_blank" target="_blank">Twitter</a> &#252;bermitteln. </p>
<ul>
<li><a href="http://www.mogulus.com/gal_hamburg" target="_blank" target="_blank">Zum Livestream</a></li>
<li><a href="http://twitter.com/dervanil" target="_blank" target="_blank">Zum Dervanil-Twitter</a></li>
</ul>
<p>Wer sich noch einmal informieren will, hier noch einmal meine Einstellungen und Erl&#228;uterungen zur Elbvertiefung und zu Moorburg. Ausserdem hat Linda versucht, die Frage &#8220;<a rel="bookmark" href="http://www.bierwaertin.de/2008/04/23/wie-gruen-ist-der-schwarz-gruene-vertrag-wirklich/" target="_blank" target="_blank">Wie gr&#252;n ist der schwarz-gr&#252;ne Vertrag wirklich?</a>&#8221; zu erl&#228;utern. </p>]]></content:encoded>
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		<title>Die Sache mit der Elbvertiefung</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Apr 2008 11:48:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dervanil</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eines der gr&#246;&#223;ten Einzelprobleme mit dem Koalitionsvertrag stellt wohl die Elbvertiefung dar. Oder besser: die Zustimmung zu einer weiteren Ausbaggerung der Elbe. Jedoch sollte man dabei nicht vergessen, wie die Mehrheiten in B&#252;rgerschaft und Stadt zu diesem Thema eingestellt sind. Denn eine Ablehnung des Koalitionsvertrages auf Grund dieses einzelnen Punktes d&#252;rfte auch weitreichende Folgen haben. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eines der gr&#246;&#223;ten Einzelprobleme mit dem Koalitionsvertrag stellt wohl die Elbvertiefung dar. Oder besser: die Zustimmung zu einer weiteren Ausbaggerung der Elbe. Jedoch sollte man dabei nicht vergessen, wie die Mehrheiten in B&#252;rgerschaft und Stadt zu diesem Thema eingestellt sind. Denn eine Ablehnung des Koalitionsvertrages auf Grund dieses einzelnen Punktes d&#252;rfte auch weitreichende Folgen haben. Aus Richtung der Bremer SPD kommen hier <a href="http://www.majakowski.com/2008/04/21/taktisches-verhaeltnis-zu-flussvertiefungen/" target="_blank" target="_blank">harte Vorw&#252;rfe</a>, es gehe nur um Senatsposten. Das halte ich f&#252;r weit &#252;berzogen.</p>
<p>Momentan steht im Koalitionsvertrag eine Fortf&#252;hrung des bisherigen Planfeststellunsgverfahrens. Ein wenig so wie bei dem Atomkompromiss der grossen Koalition. Beide Partner haben unterschiedliche Auffassungen, also wird am momentanen Zustand nichts ge&#228;ndert. (Nat&#252;rlich hinkt der Vergleich). Das Grundproblem ist jedoch, in der B&#252;rgerschaft gibt es eine gro&#223;e Koalition, die kein Problem h&#228;tte eine Elbvertiefung ohne eine einzelne Ausgleichsmassnahme, die &#252;ber den gesetzlichen Rahmen hinaus geht, durchzuwinken.</p>
<p>Ein Ablehnen des vorliegenden Vertrages w&#252;rde also nicht die Verhinderung der Elbvertiefung zur Folge haben. Statt dessen w&#252;rde wohl die umfangreichen weiteren Massnahmen gestrichen werden. Jetzt muss man als Mitglied der Gr&#252;nen die &#220;bel gegeneinander abw&#228;gen. Entweder die eigene Position wahren, und es kommt trotzdem zu Elbvertiefung. Oder die Elbvertiefung akzeptieren, und gleichzeitig die &#246;kologischen Folgen zu minimieren suchen. </p>
<p>Da ich pers&#246;nlich zu einem pragmatischen Umgang mit diesen Problemen neige, muss ich vor diesen Realit&#228;ten die zweite Entscheidung als die richtig Ansehen. Besonders der Elbefond, der durch die Nutzer (also die Schiffe, die Hamburg anlaufen) gespeist wird, ist in meinen Augen eine sinnvolle Verbindung von von &#246;konomischen und &#246;kologischen Interessen. (Ein tolles <span style="text-decoration: line-through;">Buzz</span>Schlagwort, oder?) Das ist keine popul&#228;re Entscheidung, und wird auch schwer zu verkaufen sein. Aber wenn ich immer nur die popul&#228;ren Wege gehen w&#252;rde, m&#252;sste ich in die <span style="text-decoration: line-through;">PDS</span> Linkspartei gehen.</p>
<p>Leider wurden ja auch vor einigen Jahren die Weichen falsch gestellt, als es um den Bau von Wilhelmshafen als gemeinsamen norddeutschen Tiefwasserhafen ging. Hier h&#228;tte eine gute Chance durch eine Kooperation bestanden, die Warenstr&#246;me und damit auch die Frage der Elbtiefe neu zu justieren. Vielleicht gibt es hier eine zweite Chance, auf Grund der vertraglichen Vereinbarungen eine neuen Anlauf in diese Richtung zu nehmen. Denn noch tiefer wird man die Elbe nicht ausbaggern k&#246;nnen, es sei den man legt den kompletten Elbtunnel tiefer. Und auch die wirtschaftlichen Folgen der mit den bisherigen Elbvertiefungen einhergehenden h&#246;heren Stromgeschwindigkeiten (Stichwort: Verschlickung des Hafens) haben finanzielle Auswirkungen.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Die Krux mit Moorburg</title>
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		<pubDate>Sun, 20 Apr 2008 09:46:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dervanil</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Momentan wird ja in der Stadt viel &#252;ber den Koalitionsvertrag zwischen der CDU und den Gr&#252;nen gesprochen. Nicht der vor der der Wahl formulierte Wunsch, aber auf Grund des Wahlergebnisses und der SPD Ablehnung einer rot-rot-gr&#252;nen Option die einzige Alternative zu einer gro&#223;en Koalition. Da lohnt es sich, einmal in die Feinheiten zu sehen. Besonders [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Momentan wird ja in der Stadt viel &#252;ber den Koalitionsvertrag zwischen der CDU und den Gr&#252;nen gesprochen. Nicht der vor der der Wahl formulierte Wunsch, aber auf Grund des Wahlergebnisses und der SPD Ablehnung einer rot-rot-gr&#252;nen Option die einzige Alternative zu einer gro&#223;en Koalition. Da lohnt es sich, einmal in die Feinheiten zu sehen. Besonders von <a href="http://www.hh-heute.de/index.php/2008/04/19/oekoverbaende-enttaeuscht-vom-vertrag/" target="_blank" target="_blank">Umweltverb&#228;nden</a> wird die Formulierung zu Moorburg kritisiert, aber auch die Elbvertiefung steht in der Kritik.</p>
<p>Auch f&#252;r mich ist Moorburg ein entscheidendes Thema in diesem Kompromiss. Und auf den ersten Blick scheint die Formulierung im Koalitionsvertrag an dieser Stelle &#228;u&#223;erst schwammig:</p>
<blockquote><p>Die zust&#228;ndige Beh&#246;rde entscheidet rechtlich &#252;ber die Genehmigungs- und Erlaubnisantr&#228;ge zum Bau eines Kohlekraftwerks in Moorburg.</p></blockquote>
<p>Auf den ersten Blick habe auch ich gedacht, so geht das nicht. Auf der <a href="http://www.dervanil.de/blog/2008/04/17/schwarz-gruen-wird-unterschrieben/" target="_blank" target="_blank">ersten Debatte</a> zu dem Koalitonsvertrag wurden allerdings auch die rechtlichen Fallstricke deutlich, die hier zu beachten sind. Durch die Absprachen des CDU-Senates mit dem Vattenfall-Konzern befindet sich der Bau des Kohlekraftwerkes schon im Genehmigungsverfahren. Zwei unterschiedliche Genehmigungen sind f&#252;r diesen Klimakiller n&#246;tig. Einerseits die Genehmigung der Immissionen. Daf&#252;r ist das entsprechende Bundesgesetz ma&#223;geblich. Man kann die Auffassung haben (und ich teile diese), es w&#252;rde zu viel Feinstaub ausgesto&#223;en. Alle gesetzlichen Grenzwerte werden jedoch eingehalten, so dass diese hier kein Spielraum zum Verweigern der Genehmigung existiert.</p>
<p>Komplizierter ist das mit der Wasserrechtlichen Genehmigung. Diese ist n&#246;tig, weil Elbwasser zur K&#252;hlung genutzt werden soll. Hier hat die zust&#228;ndige Beh&#246;rde (f&#252;r Stadtentwicklung und Umwelt) einen Ermessensspielraum, mit dem diese Genehmigung verweigert werden kann.  Diese Position hat unsere B&#252;rgerschaftsfraktion auch schon im Wahlkampf <a href="http://www.gal-fraktion.de/cms/presse/dok/219/219215.kraftwerk_moorburg_genehmigungsantrag_ab.html" target="_blank" target="_blank">vertreten</a>:</p>
<blockquote><p>Die Erteilung der wasserrechtlichen Erlaubnis steht im Ermessen der zust&#228;ndigen Beh&#246;rde f&#252;r Stadtentwicklung und Umwelt. Das hei&#223;t: Vattenfall hat keinen Anspruch auf die Erteilung der Erlaubnis, die Beh&#246;rde hat nach pflichtgem&#228;&#223;er Abw&#228;gung der wasserwirtschaftlichen Belange zu entscheiden. Eine Beeintr&#228;chtigung der Wasserqualit&#228;t f&#252;hrt dazu, dass die Beh&#246;rde die Erteilung der Erlaubnis versagen darf.</p></blockquote>
<p>Das Problem hier ist nur, die Beh&#246;rde darf nur auf Grund von &#8220;Abw&#228;gung der wasserwirtschaftlichen Belange&#8221; entscheiden, andere Beweggr&#252;nde d&#252;rfen keine Rolle spielen. Also darf erst recht keine politische Entscheidung in einem Koalitionsvertrag die sp&#228;tere Genehmigung vorgeben. W&#252;rde in einem Koalitionsvertrag stehen &#8220;Die Vertragspartner sind sich einig, dass die Wasserrechtliche Genehmigung f&#252;r das Kohlekraftwerk Moorburg zu verweigern ist.&#8221; w&#228;re T&#252;r und Tor f&#252;r Vattenfall ge&#246;ffnet, gegen diese Entscheidung erfolgreich zu klagen. Das ist auf den ersten Blick schwer nachzuvollziehen, besonders f&#252;r einen Nicht-Juristen wie mich. </p>
<p>Achja, durch die Formulierung &#252;ber die Ausschreibung des Fernw&#228;rmenetzes f&#228;llt die M&#246;glichkeit f&#252;r Vattenfall weg, den zweiten Block rentabel zu betreiben. Nur ein Block w&#252;rde zwar weniger Wasser erw&#228;rmen, und damit im Genehmigungsverfahren weniger problematisch sein.  Doch wenn Vattenfall jetzt nur einen Block bauen wollen w&#252;rde, w&#228;re es ein komplett neues Verfahren, in dem man ganz neue M&#246;glichkeiten h&#228;tte, auch politische einzugreifen.</p>
<p>In diesem Punkt kann ich also mit dem Koalitionsvertrag leben.</p>
<p>UPDATE: Ich habe den Artikel etwas gek&#252;rzt, da ich hier keine falschen Absichten irgendjemand unterstellen m&#246;chte.</p>]]></content:encoded>
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