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	<title>Kommentare zu: Verh&#228;ltnism&#228;ssigkeit total verfehlt: Video&#252;berwachung in Hamburg</title>
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	<description>Raum. Für Notizen.</description>
	<lastBuildDate>Tue, 10 Aug 2010 22:29:21 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Von: dervanil</title>
		<link>http://www.dervanil.de/blog/2007/12/28/verhaeltnismaessigkeit-total-verfehlt-videoueberwachung-in-hamburg/comment-page-1/#comment-7104</link>
		<dc:creator>dervanil</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Jan 2008 14:56:11 +0000</pubDate>
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		<description>Moin,

mir ging es an dieser Stelle erst einmal darum, dass Argument &quot;Video&#252;berwachung macht den &#246;ffentlichen Raum sicherer&quot; zu entkr&#228;ften. Auch vor dem Hintergrund der Verh&#228;ltnism&#228;ssigkeit ist dieses ein wichtiger Punkt, denn fast kein Gewinn an Sicherheit f&#252;r dieses Mass an &#220;berwachung geht an den Verfassungvorgaben total vorbei. 

Es stimmt jedoch, dass man grob zwischen drei Varianten der Video&#252;berwachung unterscheiden kann. Video&#252;berwachung zum Objektschutz (Schule, U-Bahn, etc), Video&#252;berwachung im &#246;ffentlichen Raum und Video&#252;berwachung ohne Aufzeichnung.

Ich denke, diese unterschiedlichen Varianten sollte ich noch einmal klar trennen und die unterschiedlichen Gesichtspunkte darlegen. 

Deinen Punkt mit der Verantwortungsdiffusion finde ich sehr spannend, damit werde ich mich bestimmt auch noch einmal auseinander setzten.

Gru&#223;,

Kai</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Moin,</p>
<p>mir ging es an dieser Stelle erst einmal darum, dass Argument &#8220;Video&#252;berwachung macht den &#246;ffentlichen Raum sicherer&#8221; zu entkr&#228;ften. Auch vor dem Hintergrund der Verh&#228;ltnism&#228;ssigkeit ist dieses ein wichtiger Punkt, denn fast kein Gewinn an Sicherheit f&#252;r dieses Mass an &#220;berwachung geht an den Verfassungvorgaben total vorbei. </p>
<p>Es stimmt jedoch, dass man grob zwischen drei Varianten der Video&#252;berwachung unterscheiden kann. Video&#252;berwachung zum Objektschutz (Schule, U-Bahn, etc), Video&#252;berwachung im &#246;ffentlichen Raum und Video&#252;berwachung ohne Aufzeichnung.</p>
<p>Ich denke, diese unterschiedlichen Varianten sollte ich noch einmal klar trennen und die unterschiedlichen Gesichtspunkte darlegen. </p>
<p>Deinen Punkt mit der Verantwortungsdiffusion finde ich sehr spannend, damit werde ich mich bestimmt auch noch einmal auseinander setzten.</p>
<p>Gru&#223;,</p>
<p>Kai</p>
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		<title>Von: Lars</title>
		<link>http://www.dervanil.de/blog/2007/12/28/verhaeltnismaessigkeit-total-verfehlt-videoueberwachung-in-hamburg/comment-page-1/#comment-7101</link>
		<dc:creator>Lars</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 26 Jan 2008 22:20:21 +0000</pubDate>
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		<description>Ich halte diese Perspektive noch f&#252;r etwas verk&#252;rzt. Denn die Frage, ob man Video&#252;berwachen sollte oder nicht, daran festzumachen, ob sie &quot;erfolgreich&quot; ist, kann unter Umst&#228;nden hei&#223;en, dass man an die Bef&#252;hrworter solcher &#220;berwachung schon ein zentrales Zugest&#228;ndnis gemacht hat: Eben jenes, dass &#220;berwachung zul&#228;ssig sei, wenn sie nur erfolgreich w&#228;re.

Es gibt aber gute Gr&#252;nde zu fragen, ob auch &quot;erfolgreiche&quot; &#220;berwachung wohlm&#246;glich nicht verh&#228;ltnism&#228;&#223;ig ist. Ich will ein Beispiel nennen: in einigen Hamburger Schulen wird Video&#252;berwachung erfolgreich eingesetzt. 

Erfolgreich meint hierbei: Vandalismus und Einbr&#252;che gingen signifikant zur&#252;ck. Die Ma&#223;nahme HAT also den gew&#252;nschten Erfolg gebracht. Gleichwohl bleibt die Frage: was ist mit der Privatssph&#228;re der Menschen, die von dieser Ma&#223;nahme erfasst werden? Und auch: was macht st&#228;ndige Video&#252;berwachung mit Menschen? Schlie&#223;lich f&#252;hren derartige Technologie &#252;ber lange Sicht auch dazu, dass Verantwortung f&#252;r das Gemeinwesen delegiert wird: man mu&#223; sich nicht mehr einmischen, man mu&#223; nicht mehr Zeuge sein etc. denn schlie&#223;lich gibt es &#220;berwachungstechnologien und Personal, dass mit den so gewonnenen Daten umzugehen hat. Man ist gewohnt, dass andere schauen und braucht es nicht mehr selbst zu tun. Meines Erachtens ist die schleichende Verwanzung durchaus auch dazu geeignet das Problem der Verantwortungsdiffusion voranzutreiben.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich halte diese Perspektive noch f&#252;r etwas verk&#252;rzt. Denn die Frage, ob man Video&#252;berwachen sollte oder nicht, daran festzumachen, ob sie &#8220;erfolgreich&#8221; ist, kann unter Umst&#228;nden hei&#223;en, dass man an die Bef&#252;hrworter solcher &#220;berwachung schon ein zentrales Zugest&#228;ndnis gemacht hat: Eben jenes, dass &#220;berwachung zul&#228;ssig sei, wenn sie nur erfolgreich w&#228;re.</p>
<p>Es gibt aber gute Gr&#252;nde zu fragen, ob auch &#8220;erfolgreiche&#8221; &#220;berwachung wohlm&#246;glich nicht verh&#228;ltnism&#228;&#223;ig ist. Ich will ein Beispiel nennen: in einigen Hamburger Schulen wird Video&#252;berwachung erfolgreich eingesetzt. </p>
<p>Erfolgreich meint hierbei: Vandalismus und Einbr&#252;che gingen signifikant zur&#252;ck. Die Ma&#223;nahme HAT also den gew&#252;nschten Erfolg gebracht. Gleichwohl bleibt die Frage: was ist mit der Privatssph&#228;re der Menschen, die von dieser Ma&#223;nahme erfasst werden? Und auch: was macht st&#228;ndige Video&#252;berwachung mit Menschen? Schlie&#223;lich f&#252;hren derartige Technologie &#252;ber lange Sicht auch dazu, dass Verantwortung f&#252;r das Gemeinwesen delegiert wird: man mu&#223; sich nicht mehr einmischen, man mu&#223; nicht mehr Zeuge sein etc. denn schlie&#223;lich gibt es &#220;berwachungstechnologien und Personal, dass mit den so gewonnenen Daten umzugehen hat. Man ist gewohnt, dass andere schauen und braucht es nicht mehr selbst zu tun. Meines Erachtens ist die schleichende Verwanzung durchaus auch dazu geeignet das Problem der Verantwortungsdiffusion voranzutreiben.</p>
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